Wirksamkeit der HPV-Impfung

Info der Woche, 27.09.2019

Impfung gegen Papillomviren:

Rückgang von genitalen Warzen und Gebärmutterhalskrebs

Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) wurde 2007 in der Schweiz eingeführt. Anfangs war sie auf das weibliche Geschlecht begrenzt, seit 3 Jahren wird sie beiden Geschlechtern gegeben. Die beste Impfwirkung ist gegeben bei Impfung vor Beginn der sexuellen Aktivität. Daher wird in der Schweiz vorzugsweise im Alter zwischen 11 und 15 Jahren geimpft (dann reichen 2 Impfungen). Es kann aber auch später geimpft werden, die Krankenkassen übernehmen die Kosten bis vor dem 27. Geburtstag (3 Impfungen). Dann ist aber möglich, dass bereits ein Kontakt mit einzelnen der im Impfstoff enthaltenen HP-Viren stattgefunden hat und somit die Impfung ihre Wirkung nur zum Teil entfalten kann.

Was bringt die Impfung? Daten aus 14 Ländern


Eine gross angelegte Studie (Daten aus 14 Ländern mit Information über 60 Millionen Individuen), publiziert in einer der besten medizinischen Fachzeitschriften, zeigt: 
die Impfung hält, was sie verspricht.


5-8 Jahre nach der Impfung fanden sich bei Mädchen im Alter von 13-19 Jahren rückläufige Häufigkeiten für die wichtigsten krebsauslösenden HPV-Subtypen, für Genitalwarzen und für Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs.


Günstige Verläufe zeigten sich als «Herdeneffekt» auch bei den in den meisten Ländern nicht geimpften Jungen und jungen Männern (Rückgang von HPV-Subtypen und Genitalwarzen) und bei jungen Frauen (Rückgang von HPV-Subtypen, Genitalwarzen und Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs).

Drolet et al, Lancet 2019; 394:497-509

Anmerkungen:

Leider bieten nicht alle Hausärzte die HPV-Impfung an (Grund: besondere Logistik der HPV-Impfung). Am checkin Helvetiaplatz können wir Deinen Impfstatus überprüfen und Dich impfen.

Bitte verlasst Euch nicht darauf, dass Ihr als Ungeimpfte vom «Herdenschutz» profitiert!

Für Männer, die Sex mit Männern haben: Euch wird die Impfung ganz besonders empfohlen (Impfplan Schweiz 2019).