Notwendigkeit einer Grippeimpfung

«Warum sollte ich mich als junger, gesunder Erwachsener für eineGrippeimpfung interessieren?»

Rückschau auf die letzte Grippesaison

Im letzten Winter waren grippebedingte Arztbesuche bei 0-4 Jährigen am häufigsten,gefolgt von 5-14 Jährigen. Junge Erwachsene waren die «dritten Spitzenreiter»,mit einer über dem nationalen Durchschnitt liegenden Häufigkeit vonArztbesuchen.

Gewiss, es handelt sich «lediglich» um Arztbesuche. Eine Aussage über denSchweregrad der Erkrankung kann daraus nur bedingt abgeleitet werden. Aber auchbei jungen Erwachsenen kann die Grippe (nicht zu verwechseln mit grippalenInfekten durch diverse Erkältungsviren) durchaus zu erheblichenKrankheitszeichen und Komplikationen führen. 

Eigenschutz und «Cocoon-Effekt»

Eine Impfung ist der beste Schutz gegen Grippe. Gerade junge Erwachsene habenbei Arbeit, Ausbildung und Freizeit viele Kontakte und somitInfektmöglichkeiten. 

Neben dem Eigenschutz kann die Impfung zu einem «Cocoon-Effekt» rund um stärkerGefährdete beitragen. Damit wird der Aufbau von Schutz bei möglichst vielenKontaktpersonen von Gefährdeten bezeichnet. Dies ist besonders wichtig beihäufigerem Kontakt zu Kindern, zumal Kinder in der Schweiz selten gegen Grippegeimpft sind. Und dies ist ganz besonders wichtig bei (beruflichem oderprivatem) Kontakt zu sehr alten oder immungeschwächten Personen. Bei diesenwirkt eine Grippeimpfung häufig nicht ausreichend und sie sind durch eineGrippeerkrankung besonders gefährdet. 


*Bericht zur Grippesaison 2018/19, BAG-Bulletin 29, 15.7.2019,Abbildung 2, Seite 11